III. Geomorphologischer und geologischer Überblick
Die Ahrn folgt in etwa der Grenze des Zentralgneises zur Oberen Schieferhülle und markiert zusammen mit der an ihr verlaufenden Hauptstraße die Nordgrenze des Kartiergebietes. Von der Einmündung des Pürschbachs bis zu der des Großklausenbachs fällt der Haupttalgrund von 1168 m auf 1061 m gleichmäßig ab. Die Untere Schieferhülle scheint in diesem Bereich zu fehlen. Unmittelbar südlich der Ahrn setzt der Anstieg des aus Grünschiefern, Phylliten, Kalkglimmerschiefern und Marmoren der Oberen Schieferhülle gebildeten und bis in eine Höhe von etwa 1800 m reichenden Haupttalhanges ein. Pürschtal, Bärental und Großklausental münden als Hängetäler auf circa 1400 m rechtwinklig in das Ahrntal. Die Nebentäler sind durch Flach- und Gefällstrecken gekennzeichnet. Ihr Talschluß liegt auf 2600 m bzw. 2700 m und 2300 m. Der Hauptkamm der Durreck-Gruppe streicht ebenso wie das Ahrntal Nordost-Südwest. Seine Gipfel erreichen Höhen von über 3000 m. Die Nebenkämme zweigen rechtwinklig ab. Wie der Hauptgrat, bestehen auch sie anfangs aus Gneisen, Glimmerschiefern und Amphiboliten des Altkristallins. Zwischen Pürschtal und Bärental sowie zwischen Bärental und Großklausental senken sich die Nebenkämme auf 2390 m, bzw. 2215 m ab. Diese Scharten in den hinteren Taldritteln markieren in etwa das Einsetzen der Matreier Zone mit Quarziten, Talkschiefer, Serpentinit, Grünschiefern, Phylliten und Marmoren. Nach dieser Einsenkung erheben sich die Kämme wieder auf maximale Höhen von 2492 m bzw. 2296 m. Auf halben Weg von den Scharten zum Auslaufen der Grate am Haupttalhang folgen nördlich der Matreier Zone mit Phylliten, Kalkglimmerschiefern und Marmoren wieder die Gesteine der Oberen Schieferhülle.
Die lithologischen Einheiten des Altkristallins, der Matreier Zone und der Oberen Schieferhülle streichen Ostnordost-Westsüdwest und fallen in der Regel steil nach Süden ein.

Abb. 7:
Begrenzung des Arbeitsgebietes und geologische Übersicht.